Deutschland: Kohlenmonoxidaustritt mit über 400 ppm in Wohnhaus: Zwei Tote

BOTTROP (DEUTSCHLAND): Über die Leitstelle der Polizei wurde die Feuerwehr Bottrop gegen 18.20 Uhr des 26. Oktober 2015 zur Gustav-Freytag-Straße in Bottrop-Fuhlenbrock alarmiert. Ein Nachbar vermutete, dass dem nebenan lebenden Ehepaar etwas zugestoßen sein könnte. Die Polizei äußerte bereits den Verdacht, dass im Haus giftiges Kohlenmonoxid aus einer Kohleheizung ausgetreten ist.

Aus diesem Grund rüsteten sich bereits während der Fahrt zwei Trupps der Feuerwehr mit Atemschutz aus. Beim Eintreffen der Feuerwehr war durch ein Fenster der leblose Körper einer Frau auf dem Fußboden zu sehen. Sofort gingen zwei Trupps der Feuerwehr unter Atemschutz zur Rettung vor. Beim Betreten des Hauses schlugen die mitgeführten CO-Messgeräte umgehend aus. Es wurden über 400 ppm Kohlenmonoxid gemessen. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät, sie war vermutlich bereits längere Zeit tot. Im ersten Obergeschoss fanden die Einsatzkräfte eine weitere leblose Person. Auch hier war der Tod schon vor längerer Zeit eingetreten. Bei den Toten handelt es sich vermutlich um eine 54-jährige Frau und einen 49-jährigen Mann.
Weitere Personen waren nicht betroffen. Das Gebäude wurde mittels Elektrolüfter soweit gelüftet, bis kein Kohlenmonoxid mehr feststellbar war. Die Wohnung des Nachbarn wurde ebenfalls kontrolliert, hier war kein Kohlenmonoxid messbar. Die Ursache für den Austritt wird von der Kriminalpolizei ermittelt.
Die Feuerwehr Bottrop war mit 34 Einsatzkräften und 2 Notärzten im Einsatz. Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei Verbrennungen und kann bereits in geringen Mengen tödlich wirken.
Da es sich bei CO um ein farb- und geruchsloses Gas handelt, bemerken Opfer den Austritt in der Regel nicht. Die häufigste Ursache für CO-Austritte sind defekte Kohleheizungen oder Kaminöfen sowie verstopfte Kamine.

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