Bayern: 16-Jähriger zieht sich bei Verpuffung schwere Verbrennungen im Gesicht und an den Händen zu

AINRING (BAYERN): Am Donnerstagnachmittag, 9. Februar 2017, gegen 16 Uhr hat sich ein 16-jähriger Auszubildender in einer Autowerkstatt in Mitterfelden bei einer Verpuffung schwere Verbrennungen im Gesicht und an den Händen zugezogen.

Das Rote Kreuz versorgte ihn notärztlich und brachte ihn zunächst ins Salzburger Landeskrankenhaus; von dort aus soll er am Freitag zum Verbrennungszentrum Linz verlegt werden. Ein Großbrand in der Werkstatt bestätigte sich zum Glück nicht.

Der 16-Jährige war laut Polizei damit beschäftigt, den Boden eines Werkstattraumes zu reinigen.
Er wollte offenbar seine Aufgabe vorbildlich erfüllen und benutzte nicht den dafür vorgesehenen und vorhandenen speziellen Reiniger, sondern Benzin. Aus einem gefüllten Benzin-Kanister schüttete er vermutlich ein paar Liter Benzin auf den Boden, um die Verunreinigungen lösen zu können.
Die Türen hatte der Auszubildende geschlossen. Aufgrund der Menge an Benzin reicherte sich die Luft an. Der junge Mann wollte mit einem Dampfstrahler dann den Boden abspritzen. Als er das Gerät einschaltete, reichte dieser eine Funken aus, um die Benzin-Dämpfe zur Verpuffung zu bringen.

Arbeitskollegen leisteten sofort Erste Hilfe und setzten bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die zunächst das Rote Kreuz mit Rettungswagen und Notarzt losschickte und dann unmittelbar darauf aufgrund der unklaren Lage mit Stichwort „B4 – Brand Werkstatt“ ein Großaufgebot der umliegenden Feuerwehren alarmierte. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannte das Gebäude zum Glück nicht, weshalb alle überörtlichen Einheiten noch auf der Anfahrt wieder umkehren konnten.

Zum raschen Transport in eine Spezialklinik wurde auch der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ losgeschickt, wobei der Flug zu einem Verbrennungszentrum aufgrund der einsetzenden Dämmerung in Kombination mit Inversionsnebel nicht mehr möglich war. Die Retter fuhren den 16-Jährigen per Rettungswagen zur Erstversorgung zum Salzburger Landeskrankenhaus; von dort aus soll er am Freitag nach Linz verlegt werden. Das Rote Kreuz war mit zwei Rettungswagen, zwei Notärzten, dem Einsatzleiter Rettungsdienst und der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG)  „Information und Kommunikation“ (IuK) im Einsatz. Der Auszubildende erlitt nach erster Einschätzung schwere Verbrennungen, zweiten und dritten Grades, an den Händen und im Gesicht.

Rotes Kreuz Berchtesgaden

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