Brand- und Rauchschutz für Züge und U-Bahnen schreitet voran

Ein völlig neuer keramifizierender Polymerwerkstoff erhöht die Sicherheit für Passagiere und Zugpersonal durch seine feuerhemmende Wirkung auf den Außenseiten von Zügen und U-Bahnen. Herkömmliche Risiken, die durch Feuer und Rauch in Tunneln entstehen, werden somit verringert. HybridRED bleibt wärmebeständig bei bis zu 1000 °C auf den Außenseiten von Zügen/U-Bahnen. Die Lösung findet bereits Anwendung gegen Graffiti, UV, Abrieb und Eis.

Ein Testversuch mit hybridRED erzielte kürzlich einen Zertifizierungserfolg für Feuerhemmung und geringe Rauchentwicklung, sogar bei bis zu 1000 °C. Durchgeführt wurden die Testversuche vom Technischen Forschungszentrum Finnland VTT, der führenden Organisation für Forschung und Technologie in den nordischen Ländern. VTT ist Teil des europäischen „TRANSFEU“-Konsortiums, das die Standardisierung von Brandschutz im Schienenverkehr vorantreibt.

„Es ist uns schlussendlich gelungen, die neuesten Herausforderungen der EU (EN45545-2HL3) im Bereich Brandschutz für Zugwaggons zu bewältigen. HybridRED von Finnester Coatings ist das erste getestete Beschichtungsverfahren, das es bis zur Marktreife geschafft hat. Derzeit stehen wir in Verhandlungen mit potenziellen Kunden in ganz Europa, Südamerika und Indien“, erklärt Ari Hokkanen, Präsident von Finnester Coatings Oy.

Die Feuerprobe
HybridRED, eine einzigartige Mischung aus organischen und anorganischen Verbindungen, wurde speziell für Stahl- und Aluminiumsubstrate entwickelt. Die Flammhemmung wurde im beschleunigten Test unter Freilandbedingungen nicht beeinträchtigt (Test nach ISO 4892-2 / 500 Std. in 40 °C, RH 50 %, 0,5 W/m2 [340 nm], Bewitterungsprüfgerät: Atlas Ci3000+).
„Die Strukturintegrität von hybridRED führt zu einer Verzögerung des Zündzeitpunkts sowie der Eingrenzung von Rauchentwicklung, wodurch die Brandgefahr in Zügen und Tunneln verringert wird. Dieser keramifizierende Polymerwerkstoff schützt die Waggons auch gegen Korrosion, UV, Eis, Abrieb und Graffiti. Sowohl glatte als auch glänzende Oberflächen in RAL-Farben sind einfach in der Anwendung und wartungsfreundlich darstellbar“, fügt Hokkanen hinzu.
Bei Feuerkontakt formt hybridRED ein keramisches Hitzeschild, welches im Gegensatz zu Kohlenstoffschaum, der von intumeszierenden Systemen gebildet wird, stabil ist. HybridRED kommt somit der Nichtbrennbarkeit näher als herkömmliche Beschichtungslösungen.

HybridRED polymere Keramifizierung
HybridRED-Polymere sind aus organischen und anorganischen Verbindungen aufgebaut. Werden diese in Finnester Coatings‘ einzigartigem Verfahren miteinander vermischt, entstehen völlig neue Eigenschaften, was als keramifizierender Effekt bezeichnet wird.

Grundlegende Eigenschaften

  • Die erste gemäß EN 45545-2 HL3 R7 zertifizierte Brandschutzlösung für Zug- und U-Bahn-Waggons  
  • Verzögerung des Zündzeitpunkts sowie Eingrenzung der Rauchentwicklung
  • Korrosionsschutz und Anti-Graffiti-Eigenschaften
  • Beständig gegen Eis; UV-resistent
  • Glatte und glänzende Oberflächen in allen RAL-Farben (auch transparent)
  • Schnell klebefrei; keine Nachhärtung
  • Enthält keine Schadstoffe, Halogene oder Antimontrioxid
  • Zweikomponentiger-, lösemittelbasierender-, High-Solid-Lack
  • Leicht anwendbar und wartungsfreundlich

Neben hybridRED bietet Finnester Coatings auch Beschichtungslösungen für Zug-Innenräume an, z.B. pureRed, das sich speziell für Verbundmaterial eignet.  Dieser blockfeste Anstrich schützt die Verbundbauteile vor Feuer und ist ebenso in den RAL-Farben erhältlich.

Durchbruch: HybridRED hält gemäß den strengen neuen europäischen Brandschutznormen für Züge und U-Bahnen bis zu 1000 °C stand.© Finnester

Finnester Coatings Oy: Finnester entwickelt und produziert spezielle Beschichtungen für kundenorientierte Anwendungen.
Die Vorzeige-Hybridtechnik bietet diverse Schwesterprodukte, z.B. hybridWhite als Anti-Vereisungs-Lösung, hybridBlue als Antifouling-Lösung sowie Decotile als Restaurierungsmittel für Fliesen.

www.finnester.fi

Firmeninfo vom 12. April 2016

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