Deutschland: Brand auf zwei Güterzug-Waggons auf offener Strecke, 34 Neuwagen beschädigt

BAD HERSFELD (DEUTSCHLAND): Zwei brennende Wagen eines Güterzuges stoppten gegen 5 Uhr des 16. Juli 2015 den Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Bad Hersfeld und Bebra. Aus bisher noch ungeklärter Ursache sind die beiden ersten, mit alten Bahnschwellen beladenen, Wagen in Brand geraten.

Eine Autofahrerin hatte das Feuer auf dem Zug bemerkt und sofort die Feuerwehr und die Bundespolizei alarmiert. Der Zug wurde daraufhin außerhalb der Ortschaft Ludwigsau-Mecklar auf einem Überholgleis gestoppt. Die rund 60 Einsatzkräfte der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren hatten die beiden Brandstellen schnell unter Kontrolle. Gegen 9 Uhr waren die Brandherde gelöscht und mit einem Schaumteppich abgedeckt.

Gefahrgutwaggon nicht gefährdet
Der achte Waggon war mit Gefahrgutcontainern beladen. Laut Einsatzleiter der Feuerwehr bestand zu keiner Zeit die Gefahr eines Übergriffes auf die Container. "Um die Lok aus dem Gefahrenbereich zu bringen, wurde das Zugfahrzeug durch Einsatzkräfte der Feuerwehr mit reiner Muskelkraft einige Meter von der Brandstelle weggeschoben", berichtete der Bürgermeister der Gemeinde Ludwigsau, Thomas Baumann.

Herabfallende Obeleitung beschädigt Neufahrzeuge

Aufgrund der starken Hitzeeinwirkung auf die Oberleitung, wurde diese erheblich beschädigt, so dass ein Teilstück ausgewechselt werden musste. Herabfallende Teile der Oberleitung haben insgesamt 34 Neufahrzeuge beschädigt. Die Autos befanden sich im hinteren Teil des Güterzuges.

Die Bahnstrecke war zwischen 5 Uhr und 10 Uhr voll gesperrt. Danach konnte die Strecke wieder eingleisig befahren werden. Es kam zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr. Zur Schadenshöhe können abschließend noch keine Angaben gemacht werden. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen.

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