Oö: Feuerwehr fordert Verständnis der Unternehmer

OBERÖSTERREICH: Die Unwettereinsätze der vergangenen Wochen haben die Rolle der Freiwilligen-Organisationen wie den Feuerwehren gezeigt. Damit deren Mitglieder ihre Aufgabe erfüllen können, müssten Unternehmer mehr Verständnis zeigen, fordert die Feuerwehr.

Freiwillige Feuerwehrleute kennen das Problem nur allzu gut: Ein Alarm geht während der Dienstzeit ein – wer in den Einsatz geht, hinterlässt aber eine Lücke am Arbeitsplatz, womit klarerweise das Unternehmen keine Freude hat.

Probleme an Werktagen: An Werktagen sei es oft schwierig, die Einsatzbereitschaft sicherzustellen, klagt Helmut Födermayr, der Bezirksfeuerwehrkommandant im Bezirk Linz-Land. Er fordert von Firmenchefs, mehr Aufgeschlossenheit und Verständnis für Freistellungen im Einsatzdienst zu zeigen. Viele Feuerwehrleute würden ohnehin die verlorene Arbeitszeit nachholen oder sich im Nachhinein Urlaub oder Zeitausgleich nehmen.

Öffentlicher Dienst als Vorbild: Der ÖVP-Landtagsabgeordnete Wolfgang Stanek will den öffentlichen Dienst zum Vorbild machen. Ein Engagement bei der Feuerwehr zum Beispiel soll bei der Personalaufnahme besonders positiv berücksichtigt werden. Anders ist die Lage aber in der Privatwirtschaft.
Die Wirtschaftskammer sieht die Lage zwiespältig. Gerade kleine oder mittlere Unternehmen würden unter spontanen Einsätzen von Mitarbeitern leiden – andererseits profitierten sie von der umfangreichen Fachkompetenz der Freiwilligen, betont die Interessenvertretung, zum Beispiel durch Führungseigenschaften oder Sozialkompetenz.

ORF Oberösterreich (Textquelle)


Anmerkung von Fireworld.at: Wie der Redaktion bekannt ist, klappt es aber auch im öffentlichen Dienst wie in den Gemeinden durchaus nicht immer, was Freistellungen betrifft.

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