Stmk: Brandeinsatzübung im Biomasseheizwerk in Schwanberg

SCHWANBERG (STMK): Im September 2017 wurde im Schwanberger Biomasseheizwerk eine große Feuerwehrübung abgehalten. Mit dem Alarmstichwort „B15-Industrie“ wurden die Feuerwehren Schwanberg, Gressenberg, Grünberg-Aichegg, Hollenegg, Rettenbach und Trag zum Übungsobjekt in die Mainsdorferstraße alarmiert.

Ein kurzer Rückblick: Im Februar 2009 war das besagte Objekt nach einem technischen Defekt einem Brand zum Opfer gefallen und wurde total zerstört. Der ausgedehnte Brand drohte damals auf den nahen Turnsaal der Hauptschule überzugreifen, zudem herrschte akuter Löschwassermangel. Damals war ein tagelanger Einsatz vonnöten, da immer wieder Glutnester im gelagerten Hackgut aufflammten.

Als Übungsannahme galt diesmal ein Brand im Heizraum der Anlage, wo noch drei Personen vermisst wurden. Eine Person hatte sich beim Versuch ein Arbeitsgerät vor dem Feuer zu retten unter einem Lader eingeklemmt. Es galt weiters ein Übergreifen des Brandes auf das großvolumige Hackgutlager und den Turnsaal der NMS zu unterbinden. In weiterer Folge musste ein Atemschutzgeräteträger nach einem fiktiven Kollaps aus dem Gebäude gerettet werden.

Insgesamt waren bei diesem massiven Übungseinsatz von den sechs Feuerwehren 77 Kameradinnen und Kameraden mit elf Einsatzfahrzeugen unter der Einsatzleitung des zuständigen Ortskommandanten HBI DI (FH) Lukas Andracher eingesetzt. Fünf Atemschutztrupps kamen zum Einsatz und vier Tanklöschfahrzeuge wurden für einen umfassenden Außenangriff aufgeboten. Vier unabhängige B-Zubringerleitungen (2x Hydrant, 1x Weiherbach – Fließgewässer, 1x Löschwasserbehälter Weiherbachweg) mit insgesamt über 900m Leitungslänge wurden aufgebaut um die Tanklöschfahrzeuge und den aufgebauten Wasserwerfer zu versorgen.

Nach ca. eineinhalb Stunden war das Übungsszenario erfolgreich durchgespielt und es wurde von den Eigentümern zu einer Jause ins Rüsthaus Schwanberg eingeladen.

 
Bereichsfeuerwehrverband Deutschlandsberg

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