Deutschland: Ausgedehnter Brand kurz nach Jahreswechsel auf 2016 zerstört Dachstuhl von Geschäftshaus in Pinneberg

PINNEBERG (DEUTSCHLAND): Mehr als sieben Stunden haben Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg den ausgedehnten Brand des Dachstuhls eines zweigeschossigen Geschäftshauses an der Pinneberger Rabenstraße bekämpft. Zeitweise wurden die Kameraden aus der Kreisstadt durch weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Schenefeld und Prisdorf unterstützt. In der Spitze waren schätzungsweise mehr als 100 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz.

Das neue Jahr war keine Viertelstunde alt, als um 0.14 Uhr die Funkmeldeempfänger der Pinneberger Feuerwehrleute Alarm schlugen. Anrufer hatten den Brand eines Vordaches an einem Haus an der Rabenstraße gemeldet. Noch auf der Anfahrt erfolgte aufgrund weiterer Anrufe in der Leitstelle eine Erhöhung der Alarmstufe von FEU (Feuer, Standard) auf FEU G (Feuer, groß).

Atemschutztrupp musste Rückzug antreten
Als bereits wenige Minuten nach der Alarmierung die ersten Einsatzkräfte am Brandobjekt eintrafen, waren im Bereich des Giebels erste Flammen zu sehen. Unter den Dachziegeln quoll dichter Rauch hervor. Ein Trupp unter Atemschutz drang für einen Innenangriff in das Gebäude ein, musste sich aber aufgrund der starken Brandausbreitung nach wenigen Minuten bereits zurückziehen. Bei dem Versuch auf den Dachboden des Gebäudes vorzudringen, war es zu einem Flammenüberschlag in das zweite Obergeschoss gekommen. Zudem waren Teile der Decke herabgestürzt. Der zweiköpfigen Angriffstrupp konnte sich aber zum Glück unverletzt in Sicherheit bringen.
Aufgrund der akuten Einsturzgefahr beschränkte sich die Feuerwehr darauf, die offenen Flammen, die mittlerweile aus dem Dach schlugen von außen über die Drehleiter zu bekämpfen. Darüber hinaus kletterten Atemschutzgeräteträger über Steckleitern auf das Dach, deckten die Ziegel ab und bekämpften die Flammen mit Druckluftschaum.

Großer Brandabschnitt
Die Löscharbeiten wurden durch die besondere Konstruktion des Dachbodens erschwert. Der etwa 250 Quadratmeter große Raum war durchgängig offen und nicht durch Brandmauern unterteilt. Dieser Umstand dürfte auch wesentlich zu der starken Brandausbreitung über die gesamte Länge des Dachstuhls beigetragen haben. Um die Flammen effektiv bekämpfen zu können, forderte Wehrführer und Einsatzleiter Claus Köster, frühzeitig Verstärkung von der Freiwilligen Feuerwehr Schenefeld an, die um 0.40 Uhr alarmiert wurde und mit 22 Kameraden, der Drehleiter sowie drei weiteren Fahrzeuge anrückte.
Die Schenefelder Drehleiter wurde hinter dem Gebäude auf der Feuerwehrumfahrt eines benachbarten Hochhauses in Stellung gebracht, so dass eine Brandbekämpfung von beiden Seiten des Geschäftshauses möglich war.

Einsatz von Druckluftschaum
Etwa eine Stunde nach der Alarmierung waren die Flammen durch den massiven Einsatz von Druckluftschaum niedergeschlagen und der Brand unter Kontrolle. In der Folge wurden das Dach über die Drehleiterfahrzeuge abgedeckt und Glutnester erstickt. Dabei wurden die Pinneberger und Schenefelder Kameraden ab 2.12 Uhr durch die Freiwillige Feuerwehr Prisdorf unterstützt, die weitere Atemschutzgeräteträger stellte.
Die Prisdorfer Feuerwehr war zu diesem Zeitpunkt bereits im Pinneberger Stadtgebiet im Einsatz, um einen Containerbrand zu löschen. Die Einsatzkräfte aus dem Nachbarort sollten im weiteren Verlauf des Einsatzes noch einen weiteren Mülleimerbrand in der Kreisstadt löschen.

Brand nach rund 4 Stunden gelöscht
Gegen 4 Uhr war das Feuer an der Rabenstraße gelöscht. Etwa eineinhalb Stunden später konnten die meisten Einsatzkräfte aus Pinneberg und den anderen Feuerwehren aus dem Einsatz entlassen werden. Bis kurz nach sieben Uhr stellten einige Kameraden noch eine Brandwache sicher und übergaben die Einsatzstelle an die Polizei. Um 7.38 Uhr war das letzte Fahrzeug wieder in die Wache zurückgekehrt.
Bei dem Brand wurde der Dachstuhl des Geschäftshauses komplett zerstört. Er ist zum Teil eingestürzt. Zu der Höhe des Sachschadens und der Brandursache können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.
Das Gebäude war unbewohnt. Zum Zeitpunkt des Brandausbruches befanden sich keine Personen in dem Haus. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Kräfte:

  • FF Pinneberg: 45 Kräfte mit neun Fahrzeugen
  • FF Schenefeld: 22 Kräfte mit vier Fahrzeugen
  • FF Prisdorf: ca. 30 Kräfte mit drei Fahrzeugen
  • KFV Pinneberg: Kreiswehrführer, Pressesprecher
  • Rettungsdienst RKiSH: 1 RTW in Bereitstellung
  • Polizei: vier Funkstreifenwagen
  • Einsatzleiter: Claus Köster, Wehrführer FF Pinneberg

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